Über Kolumbien

Kolumbien liegt im Nordwesten von Südamerika. Ein Land, welches sich durch seine fast unglaublich grosse Vielfältigkeit auszeichnet, eine äusserst interessante Topographie vorweist, viele ursprüngliche Kulturen beherbergt und eine mitunter abenteuerliche Geschichte zu erzählen hat.

Bogotá Museo Botero. Foto: The Colombian Way.
Bogotá, Museo Botero. Foto: The Colombian Way.

Ein Land, welches unzählige geniale Menschen hervor gebracht hat, im positiven sowie auch im negativen Sinne. Die Novelen von Gabriel Garcia Marquez spielen vorwiegend an der Karibikküste. Die Skultpturen von Fernando Botero stehen im Zentrum von Medellin, der Heimatstadt des bekanntesten Künstler des Landes.

Die Geschichte des Landes geht über viele tausende Jahre zurück, bevor das Land von den Spaniern erobert wurde, war es von zahlreichen Hochkulturen bevölkert. Die Reste dieser Kulturen sieht man nach wie vor und werden auf unseren Rundreisen besucht. Ob der archäologische Park von San Agustin, Tierradentro oder die Ciudad Perdida in der Sierra Nevada de Santa Marta, diese Plätze zeigen, welch kultureller Reichtum in Kolumbien liegt. Ein guter Einblick in das Kolumbien der Vergangenheit bietet auch das Goldmuseum in Bogotà.

Im 16. Jahrhundert begann die Zeit der Kolonialisation. Die Hauptstadt wurde in Bogotà gegründet. Cartagena diente als Hauptsklavenmarkt. Auch Popayan ist ein Leckerbissen der Kolonialzeit, die Stadt ist an der Strasse nach Quito gelegen, von dem her auch strategisch sehr wichtig.

Kultur

Indígenas Guambianos. Foto: The Colombian Way.
Niños Guambianos en el Cauca. Foto: The Colombian Way.

Mit der Eroberung seitens der Spanier setzte die kulturelle Vermischung Kolumbiens ein. Die Spanier brachten wiederum Sklaven aus Afrika mit. So wurde Kolumbien zu einem multikulturellen Vielvölkerstaat. In den Anden spürt man die europäische Abstammung. Dazu existiert die Karibik-Kultur, diese widerspiegelt sich in der Verschmelzung der Ureinwohnern und der Afrikanern. Die Pazifikkultur zeichnet sich aus einem Misch von afrikanischen Wurzeln und von der Amazonas Kultur aus.

Kolumbien ist die Heimat von 87 Volksstämmen, diese sprechen wiederum 64 native Sprachen. In Kolumbien leben Afro-Kolumbianer, Mestizen, Zigeuner und viele weitere Einwanderer verschiedener Regionen. Auf Providenica undSan Andres wird zudem Englisch gesprochen.

Musik

An der Karibikküste hört man vor allem den Vallenato Rhythmus. Dieser wird stets von den Tönen eines Akkordeons begleitet. Valledupar ist die Wiege der Vallenato Musik. In Cartagena hört mach auchChampeta, eine Art Reggaeton.

Cali und Barranquilla sind die Hauptstädte der Salsa Musik. Die Feria de Cali (zwischen Weihnachten und Neujahr) das wohl bekannteste Salsa Festival der Welt. Aus Cali kommen zahlreiche Gruppen wie Grupo Niche, Son de Cali, Guayacan. Der bekannteste Vertreter von Salsa Tropical von der Küste war Joe Arroyo, dieser verstarb im Jahre 2011 auf Grund seines ausschweifenden Lebensstils.

Feste

Kolumbien ist das Land der Feste. Hier eine kurze Überblick wo, wann und warum gefeiert wird (nur die grössten und wichtigsten Feste, es gibt unzählige Feste mehr):

Karneval der Schwarzen und Weissen

Dieses Fest findet jeweils in Pasto statt. Und zwar vom 4. bis 6. Januar. Es dauert 3 Tage. Der Karneval entstand aus traditionell kulturellen Gründen (Huldigung von Göttern seites der indigenen Volksstämmen). Man schminkt sich, dazu gibt spielen Musik und handwerkliche Skulpturen eine wichtige Rolle.

Karneval von Barranquilla

Dieses farbenfrohe Fest an der Küste findet jeweils im Februar statt. Es ist eine grosse Show, die Herzlichkeit und Fröhlichkeit der Karibik wird präsentiert. Wohl der authentischste Ausdruck der Lebensfreude Kolumbiens. Dazu wird die Königin des Karnevales gewählt. Auch dieses Volksfest dauert 4 Tage. Die Hotels sind schnell ausgebucht, es empfiehlt sich eine frühzeitige Planung.

Oster-Prozessionen

Die bekanntesten sind die Prozessionen von Popayàn. Diese haben über 400 Jahre lang Tradition. Die Stadt füllt sich mit Pilgern. An jedem Tag gibt es Prozessionen und Umzüge. Sehr interessant für Leute, welche an Religion interessiert sind. Weitere bekannte Feierlichkeiten finden in Pamplona und Mompoxstatt.

Feria de las Flores

Die Feria de las Flores ist das farbenfrohe Spektakel, welches Medellin jedes Jahr im Juli in Freude versetzt. Eine Beweihräucherung der Paisa Kultur und Ihrem Ursprung. Der Höhepunkt ist jeweils dieParada de los Silleteros. Bauern von der Umgebung Medellins kommen in die Stadt und ziehen schwer beladen und blumengeschmückt durch die Strassen. Die Paisas sind ein ausgelassenes und freundliches Volk, an der Feria de las Flores bringen Sie dies auf eine aussergewöhnliche Art und Weise zum Ausdruck.

Feria de Cali

Der Schlusspunkt des Festival Jahres steigt in Cali, der Stadt der Salsa-Klängen. Die weltbesten Salsa-Gruppen spielen mehrmals innerhalb 5 Tagen. Das Herzstück der Feria de Cali ist aber die Cabalgata. Tausende Menschen setzen sich auf elegante Pferde und traben durch Cali. Ansonsten hört man überall Salsa Musik und die Menschen tanzen und trinken. Cali hat den Übernamen La Succursal del Cielo, die Niederlassung des Himmels. An diesen Tagen trifft das zu.

Geographie

Kolumbien verfügt über 2 Küsten (Atlantik, Pazifik) und grenzt an Panama, Venezuela, Brasilien, Peru undEcuador. Das Land liegt nahe dem Äquator, dies beeinflusst das Klima. Das Klima wird von Winden, Feuchtigkeit und der Höhe bestimmt. Von tropisch, feuchten Temperaturen bis zu Temperaturen um den Nullpunkt findet man alles.

Die Regenperioden sind von April bis Juni und von August bis November, jedoch verschieben diese sich auf Grund der Klimaveränderung immer mehr. Die Tage sind stets gleich lang.

Dazu verfügt das Land über einige Inseln. San Andres und Providencia in der Karibik, Gorgona undMalpelo (das Tauchparadies) im Pazifik.

  • Gesamtfläche: 1.138.748 km2
  • Einwohner: Ca. 42 Millionen Menschen
  • Unabhängigkeit: 20. Juli 1810
  • Telefonvorwahl: +57
  • Währung: kolumbianischer Peso (COP)
  • Staatsform: Präsidialrepublik
  • Präsident: Juan Manuel Santos (gewählt im Jahre 2010, für 4 Jahre Präsident, dann Chance auf Wiederwahl, maximal 2 Amtszeiten